Hier werden wir Presseartikel und Leserbriefe veröffentlichen, die uns irgendwie betreffen, auch unveröffentliche Leserbriefe, denn manchmal ist in den Zeitungen nicht mehr genügend Platz für alle Briefe.


Letzter Eintrag:
 Leserbrief an Acher-Rench vom 4.7. , konnte aus Platzgründen, wie man schrieb, nicht veröffentlicht werden (hüstel,hüstel), hätte ja auch einen Tag später Zeit gehabt. steht deshalb  in unveröffentlicht.








Pressemeldung 19.5.2008

Jeder Achte ist arm

Bericht der Bundesregierung: Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich in Deutschland weiter
BERLIN (dpa). Jeder achte Bundesbürger
ist von Armut betroffen, ohne staatliche Leistungen wären es doppelt so
viele. Dies geht aus dem neuen Armutsund Reichtumsbericht der Bundesregierung
hervor, den Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) an diesem
Montag in Berlin vorgelegen will. „Die Schere zwischen Arm und Reich hat
sich weiter geöffnet“, sagte Scholz der Bild am Sonntag. Scharfe Kritik an der Regierung
übten FDP, Linke und DGB. Aus den Angaben von Scholz geht hervor,
dass 13 Prozent der Bundesbürger als arm gelten, weitere 13 Prozent der Gesamtbevölkerung
würden durch Sozialtransfers wie Kindergeld oder Arbeitslosengeld
II vor dem Abrutschen in Armut bewahrt. „Die Einkünfte der Reichen sind gewachsen,
dagegen sinken die Einkommen im unteren Bereich leicht, im mittleren
stagnieren sie“, sagte Scholz. Zu den Reichen zählt, wer als Alleinlebender im
Monat netto mehr als 3418 Euro zur Verfügung hat oder als Familie mit zwei Kindern
mehr als 7178 Euro. „Arm ist, so definiert es die EU, wer als Alleinlebender
weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verdient, also 781 Euro netto.“
„Besonders bedrückend“ nannte Scholz, dass die Zahl derjenigen gewachsen
sei, die arbeiten und sich trotzdem im Armutsrisikobereich befinden. Die Lage
für Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende und deren Kinder sei besonders schlimm.
Das Armutsrisiko sinke auf vier Prozent der Haushalte mit Kindern, falls die Eltern
Arbeit hätten. FDP-Generalsekretär Dirk Niebel warf Scholz vor, er beklage die Resultate einer
Politik, „die er und seine SPD zu verantworten haben“. Seit Regierungsantritt
der SPD 1998 sei die Mittelschicht um mehr als fünf Millionen Menschen geschrumpft.
Auch für den Geschäftsführer der Linken, Dietmar Bartsch, sind die
Zahlen „Ergebnis der Regierungspolitik von Rot-Grün bis Schwarz-Rot“. Dem
Druck auf Hartz-IV-Empfänger, Löhne und Renten stünden „Steuererleichterungen
für Vermögende und Konzerne, maßlose Managergehälter (. . .) und Privatisierungswahn“
gegenüber. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach sagte, die
Zunahme der Armut sei erschütternd.Die Ursachen sieht sie in der Hartz-IV-Reform
und der unzureichenden Entwicklung der Löhne. Tagesspiegel














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